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Bruder René Abel Achahui Ppacsi

 
 

Vergangenen 29. April wurde Br.  René Abel Achahui Ppacsi in der Gemeinschaft der Missionare Diener der Armen in Andahuaylillas aufgenommen. Bei ihm handelt es sich um etwas Besonderes, denn er war Interner im Heim unserer Schwestern, danach in der “Bubenstadt”, dann im kleinen Seminar und jetzt wurde er Bruder in unserer Gemeinschaft.

René wurde am 27. März 1997 in Ocongate (Ppachanta) geboren. Als er noch sehr klein war, wurden sich seine Eltern darüber klar, daß er nicht gesund war. Auf der Suche nach einer Lösung reiste der Vater mit dem Baby bis nach Cuzco. Dort mussten sie Hunger und Kälte erleiden; ausserdem schliefen sie auf der Strasse, denn niemand gab ihnen Unterkunft.   Dort wurde er aufgefunden und im Heim unserer Schwestern untergebracht, welches sich damals noch in der Av. Grau befand, in der Nähe des Stadtzentrums von Cuzco. Es war am 18. Mai 2000, René war damals gerade erst drei Jahr alt.

Um die notwendigen medizinischen Analysen durchführen zu können wurde das Kind auch mehrere Male nach Lima geschickt. Die Ärzte diagostizierten eine seltene Krankheit, Hepatomegalia, und meinten er hätte kaum eine Lebenserwartung. Aber Gott hatte andere Pläne für ihn. Bei unseren Schwestern erholte er sich langsam, und während er größer wurde, erfuhr er viele Dinge über den lieben Gott, auch dank der Liebe und Zuneigung, von der er sich umgeben sah.

Aber unsere Schwestern können nur sehr kleine Kinder, mit Ausnahme der sehr schwer Behinderten, bei sich aufnehmen. Daher verließ unser “Engelchen” am 3. Jänner das Heim der Schwestern und kam ins Heim, das von den Patres in Andahuaylillas geführt wird, etwa 45 km von Cuzco entfernt gelegen. So begann für ihn in der “Bubenstadt” eine neue Lebensetappe. Aber auch während dieser Etappe fehlte es ihm nie an der Nähe seiner Eltern, die ihn oft, trotz der Distanz und den Schwierigkeiten der Reise, im neuen Heim besuchten.

Dort konnte er auch noch mehr die Wege Gottes kennenlernen: er konnte die Erstkommunion empfangen, es lernen gut zu beichten und zur angebrachten Zeit das Sakrament der Firmung empfangen.Dort konnte er andere Kinder kennenlernen, die sich wegen unterschiedlicher Probleme im Heim befanden. Alles Engelchen, die die göttliche Vorsehung über unterschiedliche Wege unserer Fürsorge anvertraut hat.

Dort wuchs er sowohl körperlich als auch geistlich heran, er studierte in unserer Schule “Francisco y Jacinta Marto” und beschloß seine Schulausbildung im Zentrum “Beato José Sánchez del Río” (“Beato”, denn als dieses Zentrum eröffnet wurde, war der kleine Märtyrer der Cristiada noch nicht heilig gesprochen worden).

Dort entdeckte er die Berufung Gottes und als er das vierte Jahr  in der Skundarschule begann, bat er darum ins kleine Seminar “San Luis Gonzaga” aufgenommen zu werden, damals war der Verantwortliche Pater Mathias Brand msp. Er wurde aufgenommen und konnte als Seminarist seine Studien im Dezember vergangenen Jahres (2016) beenden. Er lernte auch sehr gut die Orgel in unserer Kapelle zu spielen, was es ihm ermöglichte oft die Heilige Messe an Festtagen und Hochfesten feierlich zu gestalten.

Vergangenen 29. April begann für ihn eine neue Etappe. Aus dem kleinen René ist der Bruder René geworden. Er setzt jetzt seine Vorbereitung fort, indem er verschiedene Apostolate unterstützt. Gott sei Dank haben sich seine Eltern seiner Entscheidung nicht widersetzt, denn in den vergaangenen Jahren konnten mehrere Buben, die in unser Seminar eintreten wollten, ihren Wunsch wegen dem Widerstand der Eltern nicht verwirklichen.

Wir wollen Br. René, seine Berufung, seine Heiligkeit und Beharrlichkeit euren Gebeten anvertrauen.

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