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Geschichten unserer Kinder: Mateo

 
 

Mateo (der Name ist erfunden) wurde am 27. September 2007 im Distrikt Santiago von Cuzco geboren. Zurzeit ist er zehn Jahre alt und hat vier Brüder. Sein älterer Bruder Francisco (der Name ist erfunden) lebt auch in der Bubenstadt, während eine Schwester als Interne im Heim unserer Schwestern lebt.

Das Leben der Eltern Mateos ist sehr “schwierig”. In der Tat beide führen ein zu ungeordnetes Leben. Sie leben getrennt voneinander. Mehr noch, der VAter des Kindes hat schon eine andere Lebensgefährtin, mit welcher er bereits zwei andere Kinder hat.

Mateo kam am 26. Januar 2015 in unser Heim. Das Hauptmotiv dafür, dass er in unser Heim kam, war die Tatsache, dass das Kind aus einer sehr zerrütteten Familie stammte. Der Vater des Kindes wurde mehrmals wegen Raubes verhaftet, während die Mutter alkoholsüchtig ist und auch andere verbotene Substanzen konsumiert.

Wie auch sein Bruder Francisco wies er bei der Aufnahme im Heim grosse Verhaltensstörungen auf. Er zeigte sich manchmal agressiv, sehr launenhaft und ausserdem hatte er die Manie Dinge, die ihm nicht gehören, zu sich zu nehmen. Dieses so negative Verhalten, das das Kind aufzeigte als es in das Heim kam, war sicherlich in den tiefen Wunden begründet, die es in sich trug, erzeugt durch die Gewalt und die schlechten Beispiele, die es zuhause gesehen hatte.

Jetzt befindet sich Mateo in der 4. Klasse der Primarschule. Bei den Studien hatte er keine grossen Schwierigkeiten. Es gefällt ihm zu studieren, zu lesen und die Mathematik Probleme zu lösen. Man kann sagen, dass es ein lerneifriges Kind ist.

Ebenfalls pflegen ihn seine Oma und eine Tante (mütterlicherseits), ausser seiner kleinen siebenjährigen Schwester, zu besuchen.

Leider gab es im Bereich der Familie Mateos nicht viele postiven Veränderungen im Vergleich zum vorangegangenem Jahr. Der Vater ist immer noch in kriminelle Handlungen verwickelt und seine Mutter, trotz der Versuche ihr ungeordnetes Leben zu verändern, hat nicht die volle Unterstützung des Jugendgerichtes wegen der Unbeständigkeit bei den psychologischen Therapien, an welchen sie teilnehmen muss.

Mateo hingegen hat sein Verhalten verglichen zum vorangegangem Jahr verbessert. Er ist verantwortlicher geworden, lernt gut und belästigt auch nicht mehr so viel seine Kameraden. Der Sport gefällt ihm sehr, besonders Fussballspielen und Schwimmen.

Auch die Gebete, die wir im Heim gemeinsam zu beten pflegen, gefallen ihm sehr. Hoffen wir, dass mit der Hilfe Gottes das Kind auch weiterhin auf diesen Weg fortschreitet.

Pater Raúl González de Olazabal, msp

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